Für eine schönere Einkaufsstraße

Starke Partner:Für eine schönere Einkaufsstraße

Die neu gegründete ISG Poststraße/Alte Freiheit will die Stadt und die Immobilienbesitzer der beiden Straßen zusammenbringen. Ziel ist es, das Viertel attraktiver zu machen – mittels Fassadenerneuerung, einem neuem Pflaster und einer neuen Gestaltung des Straßenraums.

Die Poststraße in Elberfeld trägt ihren Namen seit 1824, und die Chancen stehen nicht schlecht, dass sie genau 200 Jahre später, im Jahr 2024, ein Stück ihrer einstmals würdigen Schönheit und lebhaften Geschäftigkeit zurückerhält. Mit der Gründung der Immobilien- und Standortgemeinschaft Poststraße/Alte Freiheit, ISG, sind die Weichen dafür gestellt. Die ISG ist ein Instrument der Stadtentwicklung. Sie bringt die Stadt und die Immobilienbesitzer der beiden Straßen in einem gemeinsamen Prozess eng zusammen. Das Gebiet der ISG geht von der Wupperbrücke direkt vor dem Köbo-Haus entlang der beiden Straßen, bis hin zum Kerstenplatz, der ebenfalls zum Entwicklungsgebiet gehört. 34 Grundstücke sind schon dabei.

Fassaden, Beleuchtung und Freiraumgestaltung aufwerten

Die Verträge wurden bereits am 5. September unterschrieben, seit dem 1. Januar 2019 hat die ISG auch offiziell ihre Tätigkeit aufgenommen. Seitdem ist viel passiert. Mit Nikolai Espenscheid haben die Einzelhändler einen erfahrenen Geschäftsführer gefunden. Er wird die Entwicklung aus dem neu bezogenen Büro an der Schwanenstraße, mit bestem Blick auf die Poststraße, in den nächsten fünf Jahren koordinieren. Solange haben sich die Mitglieder zur Umsetzung ihres ersten Maßnahmenpaketes Zeit gegeben. Ziel ist es, ihren Bereich der Innenstadt zum verlängerten Arm des neuen Döppersbergs zu machen. Sie möchten die Laufkundschaft vom Primark-Gebäude zum Flanieren, Verweilen und Einkaufen in die Innenstadt einladen. Dafür muss die Aufenthaltsqualität deutlich steigen.

Dafür hat die ISG drei Investitionsfelder festgelegt. Für Fassaden, deren Beleuchtung und Freiraumgestaltung möchten sie insgesamt eine Million Euro investieren. Eigenes Geld, das von der Stadt verwaltet wird. „Wir bekommen keinen einzigen Euro Fördergelder“, betont Eleonore Putty, erste Vorsitzende der ISG. Daraus entstehen aber auch Freiheiten. Die Einzelhändler sind so nicht zu öffentlichen Ausschreibungen verpflichtet.

Freiheit ist immer gut für Kreativität. Wie kreativ oder nicht die Mitglieder ihre Fassaden gestalten dürfen, legt ein Handbuch fest, welches gerade erarbeitet wird. Es soll ein einheitliches Erscheinungsbild gewährleisten, spricht aber nur Empfehlungen aus. Die Umsetzung obliegt den Immobilienbesitzern. In jedem Fall sollen die Gebäude im einheitlichen Glanz des neuen Beleuchtungskonzepts erstrahlen.

Alte Laternen und Wildwuchs sollen weichen

Bei der Umgestaltung des Straßenraums kommt die Stadt ins Spiel. Sie hat das neue Pflaster schon zugesagt. Die Aufenthaltsqualität zu erhöhen, steht im Mittelpunkt aller Überlegungen. Alte Laternen, „Wildwuchs“ und auch die Bäume stehen zur Disposition. Stadtplaner lieben freie Sichtachsen, Passanten mögen Schatten bei Sonne – und speziell in Wuppertal wichtig: Die Blätterdächer bieten auch einen gewissen Regenschutz. Die Bronze-Skulptur der Mina Knallenfalls weiß noch nicht, ob sie neue Nachbarn bekommt – zum Thema Kunst im Raum gibt es noch keine konkreten Überlegungen.

Bei allen Maßnahmen möchte die ISG die Themen Sicherheit und Sauberkeit direkt mitdenken. Das sind neben den Leerständen die größten Herausforderungen, bestätigt die erste Vorsitzende Putty. In den Worten der Frau vom Schreibwarenladen am Kerstenplatz schwingt Begeisterung mit: „Bei einer solchen Entwicklung dabei zu sein, ist eine fantastische Erfahrung.“ Das klingt genau nach dem richtigen Enthusiasmus, um eine Innenstadt gegen den Online-Handel zu stärken.

Das könnte jeder Wuppertaler tun. Ist ganz einfach – vom Sofa aufstehen und hingehen. Denn die Folgen einer Kaufentscheidung sind inzwischen sonnenklar. Sie fällt nur einmal – entweder zugunsten großer, oft amerikanischer Online-Plattformen oder der eigenen Innenstadt. Erst online kaufen und sich dann über die Qualität des Einzelhandels in der Innenstadt beschweren – das geht heute nicht mehr.


Axalta

Speziallacke für jede Anwendung

Axalta Coating Systems expandiert weiterhin auch am Firmensitz.

Axaltas Lacke kann man nahezu überall finden: auf Autos und Lastwagen, Helmen und Snowboards, auf Windrädern, Elektromotoren, Baggern und Kranen – und sogar in der Formel 1. Kunden aus verschiedensten Bereichen schätzen die hochwertigen und innovativen Lacke.

Neue Produktionsanlage für Kunstharze

Axaltas Wurzeln reichen bis in das Jahr 1866, als Otto Louis Herberts den Grundstein für das Unternehmen legte, das seitdem in Wuppertal seine Heimat hat. Gerade plant das Unternehmen in Wuppertal nach der Wasserlackproduktion und dem Technologie-Center eine neue Produktionsanlage für Kunstharze mit einem Investitionsvolumen von mehr als 50 Millionen Euro.

Aufsehen erregt Axalta nicht nur mit dem Design neuer Autofarben; in Bezug auf autonomes Fahren entwickelt Axalta spezielle Farbtöne, die von den Sensoren autonomer Fahrzeuge erkannt werden. Dabei legt Axalta großen Wert auf Umweltverantwortung in der Herstellung, dem Design der Produkte und in deren Anwendung. Neuartige Reparaturlacke der Marke Standox sorgen zum Beispiel für eine Schonung der Ressourcen durch niedrige Verarbeitungstemperaturen. Das Unternehmen entwickelt auch Lacke zur Isolierung von Elektromotoren.

Arbeitgeber mit umfassenden Angeboten

2000 Menschen arbeiten in Wuppertal für Axalta, weltweit sind es sogar 14 000. Sie alle schätzen die umfassenden Angebote ihres Arbeitgebers, etwa die Gesundheits- und Sportangebote oder das Fahrrad-Leasing. Bekannt ist Axalta auch für die hervorragende Ausbildung.

Es werden übrigens ständig neue, motivierte Kollegen gesucht.