Wuppertals Metallhandwerk-Innung: Triales Studium, Meister oder Betriebswirt im Handwerk

Handwerk in Wuppertal:Wuppertals Metallhandwerk-Innung: Triales Studium, Meister oder Betriebswirt im Handwerk

Die Auftragslage der Metallhandwerks-Branche ist gut.

Die Wuppertaler Innung für Metallhandwerk deckt alle Bereiche ab, die mit Metall zu tun haben, und zwar sowohl Metallbau als auch Feinwerkmechanik. Das Berufsfeld Metallbau unterscheidet sich nach Angaben von Christian Flüss, Obermeister der Metallhandwerk-Innung, dabei in der jeweiligen Konstruktionstechnik, etwa dem Fertigen und Montieren von Stahl- und Metallbaukonstruktionen wie Tür- und Fensterrahmen, Überdachungen, Vordachkonstruktionen und Balkonen. In der Metallgestaltung werden dagegen Bauteile – vor allem Einzelanfertigungen – wie Geländer und Gitter kunstvoll geschmiedet. 

Feinwerkmechaniker mit Schwerpunkt Maschinenbaumechanik stellen Maschinenkomponenten oder ganze Systeme zur Produktion her und warten diese. Das sind zum Beispiel Produktionsmaschinen und Sondermaschinen für Handlingsanlagen, die den Fertigungsprozess vereinfachen und effizienter machen. Feinwerkmechaniker mit Schwerpunkt Werkzeugbau fertigen und reparieren chirurgische Instrumente, Schnitt-, Stanz-, Biege- und Formwerkzeuge zur Kunststoffteileherstellung, sie produzieren aber auch Stanzwerkzeuge, die in allen Bereichen vom Automobilbau über Haushaltsgeräte bis zum Elektronikgerätebau vorkommen. Kurz gesagt, die Dinge des täglichen Lebens werden über Werkzeuge hergestellt. 

Die Auftragslage der Branche ist nach den Worten von Obermeister Flüss derzeit recht gut. „Metall wird ja überall verwendet und gebraucht.“ Und auch die Feinwerkmechanik kann sich über mangelnde Nachfrage nicht beklagen, denn besonders in der Automobilbranche werden Stanzwerkzeuge unverändert benötigt. „Das gilt unter anderem für Tacho-Blenden, Einstiegsleisten, und Verblendungen. Flüss: „Dieser Bereich umfasst aber noch viel mehr. So fertigen die Feinwerkmechaniker auch Stecker für Anschlüsse und sogar Verpackungen für Operationsnadeln. Der Verbraucher nimmt tagtäglich Dinge in die Hand, die über Form- und Handwerkzeuge hergestellt werden.“


Metallhandwerk in Wuppertal

Triales Studium, Meister oder Betriebswirt im Handwerk

Sorgenfalten bekommt Flüss dagegen, wird er auf die Nachwuchssituation angesprochen. „Wir sind aufgrund der guten Auftragslage dringend auf qualifiziertes Personal angewiesen. Doch leider wollen noch immer zu viele junge Menschen das Abitur machen. Dabei bietet das Handwerk viele gute Perspektiven. Da sind zum einen die klassische Ausbildung und natürlich die Meisterprüfung. Aber man kann später auch noch den Betriebswirt im Handwerk machen oder ein triales Studium absolvieren, da ist man dann auch kaufmännisch auf hohem Niveau ausgebildet. Das sollte auch durch die Lehrer an Realschulen, Gymnasien und Gesamtschulen den Schülern aufgezeigt werden.“ Des Weiteren hält er es auch für wichtig, den Haupt- und Realschülern den Beruf des Facharbeiters im Feinwerkmechaniker- und Metallbauer-Handwerk näher zu bringen. Denn ohne gut ausgebildete Facharbeiter könne wir das hohe Niveau der Produkten nicht gehalten werden.

Grundsätzlich, so Flüss, stehe man neuen Technologien aufgeschlossen gegenüber. „Aber Handwerk kommt immer noch von Hand. Nicht alles kann automatisiert werden. Das wird sich auch längerfristig nicht ändern, gerade in unserer Branche, wo in der Feinwerkmechanik verschiedene Teile zusammengeführt werden müssen, wobei es einer enormen Präzision bedarf. Da muss es auf ein Hundertstel genau passen. Der Faktor Mensch bleibt gerade in unserer Branche unverzichtbar.“


Der Traum vom Balkon geht in Erfüllung

Das Team von FKW-Metallbau baut nachträglich Balkonanlagen an Häuser.

Die ersten blühenden Pflanzen, dazu ein gutes Buch, ein warmer Kaffee und der sonnige Nachmittag auf dem Balkon ist perfekt. Mit den Frühlingsgefühlen wächst der Drang ins Freie. Darauf müssen auch Bewohner nicht verzichten, die bisher keinen Balkon hatten. Denn FKW-Metallbau baut auch nachträglich Balkone an.

Rund 300 Anlagen hat der Schweißfachbetrieb aus Wuppertal bereits erstellt – an Gebäuden von Genossenschaften, privaten Mehrfamilienhäusern, unter schwierigen Bedingungen in schmalen Hinterhöfen und in großzügigen Vorgärten. Und damit hat sich FKW-Metallbau in der Region zum Marktführer für nachträgliche Balkonanbauten aus Stahl und Edelstahl entwickelt.

„Der Vorteil eines Balkons liegt auf der Hand“, sagt Stephan Freund-König von FKW-Metallbau. Natürlich steige in erster Linie die Wohnqualität: Mit einem Schritt sind Mieter im Freien und können Sonne und Blumen, Gartenstuhl und Freizeit genießen. Außerdem steige natürlich auch der Wert einer Immobilie beträchtlich, wenn der Balkon erstmal installiert ist. „Auch mit Blick auf Leerstände sind Balkone ein wichtiges Argument“, erklärt der internationale Schweißfachmann und Metallbauermeister. So würde sich die Zahl der Leerstände in Mehrfamilienobjekten verringern, wenn Mietern ein Balkon angeboten werden könne. Und weil die Zinsen für Investitionen gerade niedrig sind, lohne sich die neue Balkonanlage jetzt mehr denn je.

„Wir sorgen dabei für das Rundum-Sorglos-Paket“, sagt Stephan Freund-König. Von baurechtlichen Fragen über architektonische Beratung, statische Nachweise und Fundamente bis zum Balkonturm selbst: Das kompetente Team von FKW-Metallbau unterstützt den Kunden dank eines großen Netzwerks in allen Fragen rund um das Projekt. „Auf Kundenwunsch empfehlen wir einen Architekten, der die kostengünstige Bauvoranfrage bei der zuständigen Baubehörde stellt“, erklärt Freund-König den ersten Schritt.

Nach einem positiven Vorbescheid beginnt die Arbeit der Metallbauer. Während der Architekt den förmlichen Bauantrag stellt, legt FKW-Metallbau die Ausführung fest. Dabei arbeiten die Konstrukteure mit einer 3D-Planung, die dem Kunden hilft, sich das Balkonprojekt vorzustellen. Standsicherheitsnachweis und Prüfstatik werden in Auftrag gegeben, die Fundamente bestellt und der Balkonturm aufgebaut. Über das Material entscheidet der Kunde – wahlweise in feuerverzinktem Stahl und optionaler Pulverbeschichtung in einem Farbton nach Kundenwahl bis zu Edelstahl.

Dank der FKW-Plus-Bauelemente wird den Nutzern die Pflege und Reinigung der Balkonflächen deutlich erleichtert: Denn das FKW-System setzt Nachhaltigkeit und Langlebigkeit der Balkonanlagen voraus. Auch nach der Vollendung des Balkonturms sind die Fachleute aus Wuppertal für ihre Kunden da: Partnerunternehmen übernehmen auf Wunsch den Einbau von Balkontüren und das Umsetzen von Heizkörpern.

Vom ersten Planungsgespräch bis zum Beginn der Bauarbeiten müssen Kunden ein paar Wochen einplanen – auch wegen der Anträge. Der Aufbau der Konstruktionen geht dann schnell – selbst in engen Hinterhöfen, in denen es keinen Platz für einen Kran gibt. „Das ist unsere Spezialität“, sagt Regina Freund, Geschäftsführerin der FKW. Noch sei genug Zeit, um für die kommenden Sommertage eine neue Balkonanlage zu planen und in diesem Jahr zu realisieren.

Telefon 0202 - 2654770 fkw-metallbau.de


Vom Maschinenbau über Klimaschutz bis hin zum modernen Wohnen

Das Metallhandwerk in Deutschland: 36 500 kleine und mittlere Unternehmen, 28 000 Lehrlinge, 465 000 Mitarbeiter und 57 Milliarden Euro Umsatz

Nicht nur zahlenmäßig und als Arbeitgeber ist das Metallhandwerk unverzichtbar. Metallhandwerk steht für die ganze Vielfalt metallverarbeitender Unternehmen, die das Industrieland Deutschland braucht: Maschinenbau, Werkzeugbau, Metall- und Stahlkonstruktionen im Hoch- und Tiefbau, Klimaschutz und Mobilität, öffentliche Infrastruktur und modernes Wohnen.

Im Fertigungsbereich ist das Metallbauhandwerk mit modernster Technologie ausgestattet, die zum Beispiel die komplette Blechbearbeitung und Verarbeitung durchführt sowie Alu- und Edelstahlbleche passgenau schneidet und kantet. Für exakte und schnelle Planungsarbeiten stehen zumeist CAD-Arbeitsplätze zur Verfügung, wobei Planungen in 3D-Qualität bereits zum Standard gehören. Die Weiterverarbeitung erfolgt sodann in standardisierten Dateiformaten. Ein flexibler Datenaustausch und eine schnelle Kommunikation runden das moderne Erscheinungsbild des gut aufgestellten und bestens positionierten Innungsfachbetriebs ab.

Aber nicht nur in puncto Technologie haben die Experten die Nase vorn. Auch das Design entspricht modernsten Standards. Die ganz großen Renner sind derzeit Edelstahl und Glas. Aber auch Elemente aus Messing, hochwertigen Kunststoffen oder Edelstahlseilen erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Der Bereich Maschinenbau ist heute nur noch eines von etlichen Betätigungsfeldern für die Metallbauer. Ein anderes, ebenfalls interessantes Betätigungsfeld ist das des Feinwerkmechanikers. Er fertigt Produkte der Stanz-, Schnittund Umformtechnik sowie der Vorrichtungs- und Formenbautechnik. Ebenso stellt er Maschinen, Geräte, Systeme und Anlagen her, die er auch wartet und instand setzt. Letztendlich wird vieles, womit wir im täglichen Leben konfrontiert werden, über Stanz-, Umform-Folgeverbund- und Spritzwerkzeuge hergestellt. Für die Herstellung setzt man meist CNC-gesteuerte Werkzeugmaschinen ein, die der Fachmann auch selbst programmiert. Mithilfe der Dreh-, Fräs-, Schleif-, Erodier- und Bohrmaschinen fertigt er die Einzelteile der oft komplexen Werkzeuge an. Auch für die Oberfächenbehandlung gibt es inzwischen eine Vielzahl an Möglichkeiten. So können Werkstücke feuerverzinkt, pulverbeschichtet oder lackiert werden.

Auch bei energetischen Sanierungen gefragt

Zahlreiche Metallbaubetriebe, die sich mit Produkten rund ums Haus beschäftigen, konzentrieren sich inzwischen mehr und mehr auf das Sanierungsgeschäft. Und auch bei energetischen Sanierungen ist der Metallbauer ebenfalls gefragt. Überhaupt sind Arbeiten mit unterschiedlichen Formen und Werkstoffen bei den Fachbetrieben der Innung in den besten Händen, und die Ergebnisse können sich sehen lassen.