Wuppertaler Kfz-Innung setzt auf den Green City Plan in Wuppertal

Handwerk in Wuppertal:Wuppertaler Kfz-Innung setzt auf den Green City Plan in Wuppertal

Die Wuppertaler Kfz-Innung setzt auf den „Green City“-Plan der Stadt. Der soll noch in diesem Jahr durch digitalisierte Verkehrslenkung für einen besseren Verkehrsfluss im Tal sorgen.

Das Thema Fahrverbote beschäftigt natürlich auch die Wuppertaler Kfz-Branche. Obermeister Reiner Schnorr setzt dabei auf das Projekt „Green City Plan“, das der Handwerkerschaft kürzlich von der Stadt vorgestellt wurde. Das soll dafür sorgen, dass der Verkehr in Wuppertal besser fließt und sich dadurch die Stickoxid-Messwerte verringern. Der einzelne Autofahrer soll demnach aktuell bestimmte Tempovorgaben bekommen, mittels derer er – vorausgesetzt er hält diese ein – auf optimalem Weg von A nach B kommt. Schnorr: „Das können mal 40km/h oder auch 60 km/h sein. Jedenfalls ist das Ziel des Projektes, dass wir nicht mehr wie bisher, vor manchen Ampeln wahre Parkplätze haben, sondern dass der Verkehr besser fließt. Denn wenn dann bei Grün alle losfahren, muss man sich nicht wundern, dass die Messwerte nach oben schnellen.“ 

Laut Schnorr ist geplant, dem einzelnen Pkw-Fahrer mittels APP das jeweils optimale Tempo anzuzeigen. Die App will die Stadt bis zum Jahresende anbieten können. Es könne laut dem Amt für Verkehrsmanagement aber auch Sommer 2020 werden, so Schnorr. Geplant sei überdies, die Standorte der Wuppertaler Messstationen zu überdenken und diese eventuell neu zu platzieren oder anders beziehungsweise höher anzubringen. „Wir müssen auf jeden Fall der Deutschen Umwelthilfe entgegenkommen, denn so geht es nicht weiter.“ 

Käme es zu Fahrverboten, sei dies für Wuppertal mit seiner speziellen Topographie eine „Katastrophe“. Dann fahren alle über die Höhen, und dann staut es sich dort“, so Schnorr. Zur stadteigenen Emissionsbelastung komme ja noch die der A46 hinzu, wie Schnorr betont. „Dabei hat die Stadt mit der A46 ja gar nichts zu tun, die ist ja Bundessache. Wir bekommen es andererseits zu spüren, wenn mal wieder Baustellen auf der A46 sind und der Ersatzverkehr über die B7 läuft.“ Schnorr setzt auf die App und hofft, dass diese zeitnah realisiert werden kann. „Vielleicht sind die Fahrverbote unter anderem mit dieser neuen App dann vom Tisch. Wie auch immer, die Digitalisierung zieht halt überall ein.“

Der Fachmann muss immer noch improvisieren können

Das trifft auch auf die Kfz-Branche zu. „Autos zu reparieren ist nicht mehr, heute werden Autos ausgelesen“, bringt es Schnorr auf den Punkt. Das sei indes eine durchaus zweischneidige Sache, findet der Obermeister, der hier subtil auch Kritik am neuen Ausbildungsrahmenplan für seine Branche übt. Die Entwicklung hin zur umfassenden Digitalisierung sei auch an der gewandelten Berufsbezeichnung vom Kfz-Mechaniker hin zum Kfz-Mechatroniker abzulesen. „Das Handwerk leidet unter dieser Entwicklung“, findet Schnorr. Denn trotz aller Elektronik in der Fahrzeugen neueren Datums müsse der Fachmann nach wo wie vor in der Lage sein, zu improvisieren. „Zur Fehlerermittlung muss man mitunter immer noch zehn bis 15 Bauteile durchsuchen, bis man die Quelle ermittelt hat. Die 40- bis 50-Jährigen in unserer Branche, die können das noch und wissen, was sie zu tun haben. Die Jüngeren so um die 25 sind mit der Instandsetzung eines Getriebes oder der Vermessung einer Hinterachse oft überfordert. Denn das ist im Ausbildungsrahmenplan nicht mehr enthalten. Ebenso wie das Schweißen, das viele auch nicht mehr beherrschen. Aber ein Auto besteht nun mal nach wie vor aus Blech.“ Nach Schnorrs Auffassung sind die drei Jahre Ausbildungszeit in seiner Branche daher nicht mehr hinreichend, um all diese Facetten des Kfz-Gewerks zu erlernen. Es bräuchte mindestens eineinhalb Jahre mehr.


Vom neuen Bad bis zur sparsamen Heizung

Der Meisterbetrieb van Hasselt sorgt im Sanitärbereich für das Rundum-Sorglos-Paket

Ein gemütliches Bad nach einem nassen und kalten Tag, ein pfiffiges Ordnungssystem im trubeligen Familienalltag oder eine moderne Heizungstechnologie, die sauber und effizient ist: Familie van Hasselt aus Wuppertal will Träume wahr machen. Seit 62 Jahren sind die Fachleute des Sanitär-Meisterbetriebs in der Region im Einsatz und kümmern sich um Bäder, Wasser, Wärme und Luft. „Wir sorgen für ein Rund-um-Sorglos-Paket“, erklärt Installateur und Heizungsbaumeister Tim van Hasselt, der den Familienbetrieb in dritter Generation leitet. Und das bedeutet: Beim Sanitärbetrieb van Hasselt kümmern sich die Fachleute um Beratung und Planung, um Umsetzung und Wartung.

Raum für Regeneration, Entspannung und Erholung

Moderne und effiziente Technik treffen dabei auf stilvolle Gestaltung. Das gilt zum Beispiel für den Bäderbereich: „Heute ist das Badezimmer nicht mehr nur einfach ein Badezimmer“, sagt van Hasselt. Vielmehr würden die Menschen diesen Raum immer mehr zur Regeneration, Entspannung und Erholung nutzen. Deswegen haben die Fachleute Ideen vom Licht bis zu Wellnesselementen, von Badmöbeln bis besonderer Keramik entwickelt. „Aber es muss nicht immer gleich ein komplett neues Bad sein“, erklärt der Fachmann. Manchmal helfe schon ein neues Design in alter Umgebung: eine neue Duschtür oder ein neues Waschbecken. „Durch moderne Einzelteile könne eine ganz neue Wohlfühlatmosphäre in einem Badezimmer entstehen“, sagt van Hasselt.

Bei den Fachleuten des Meisterbetriebs können sich Interessierte auch über Lösungen für Wärme, Wasser und Luft informieren. Gemeinsam mit den Kunden machen sich die Fachleute auf die Suche nach dem richtigen Heizungsmodell. Im persönlichen Gespräch informieren sie über Vor- und Nachteile der verschiedenen Heizmöglichkeiten – dazu gehören auch erneuerbare Energien wie Photovoltaik, Biomasse, Wärmepumpen oder Mini-Blockheizkraftwerke. Hinzu kommen Ideen für Wasser- und Luftlösungen, die die Experten bereithalten.

Telefon 0202 446326  vanhasselt-sanitaer.de


Neue Diesel-Pkw sind sauberer als vorgeschrieben

Im aktuellen ADAC Ecotest bleiben Euro 6c- und 6d-Temp-Fahrzeuge deutlich unter den zulässigen NOx-Grenzwerten.

Wer sich heute einen neuen Diesel-Pkw zulegt, muss sich wegen möglicher Überschreitungen der Stickoxid-Grenzwerte keine Sorgen machen: Wie der aktuelle ADAC Ecotest zeigt, erfüllen alle bisher auf der Straße gemessenen Euro 6c- und 6d-Temp-Fahrzeuge weitaus strengere Anforderungen bei den Stickoxiden (NOx) als von der EU vorgeschrieben. Im Test blieben die Autos nicht nur deutlich unter dem Toleranzwert von 168 mg/km für Diesel-Pkw, der im Straßentest (RDE-Verfahren) angewendet wird, sondern auch unter dem aktuellen Euro-6-WLTC-Grenzwert von 80 mg/km. Das Gericht der Europäischen Union EuG hatte im Dezember 2018 nach Klagen der Städte Paris, Brüssel und Madrid die von der EU-Kommission erlassenen Toleranzwerte für die Straßentests für nichtig erklärt.

Die Toleranzwerte, sogenannte Übereinstimmungsfaktoren (Conformity Factor CF) waren von der EU-Kommission festgelegt worden, um den technischen und statistischen Ungenauigkeiten im Rahmen der RDE-Messungen Rechnung zu tragen. So wurde für Euro-6-Dieselfahrzeuge für die Prüfstandmessungen ein NOx-Grenzwert von 80 mg/km festgelegt. Damit die Fahrzeuge aber auch im RDE-Verfahren bestehen können, hatte die Kommission einen Übereinstimmungsfaktor von 2,1 erlassen. Danach dürfen neu typgenehmigte Diesel-Pkw seit September 2017 (ab September 2019 für neu zugelassene Pkw) für eine Übergangszeit anstelle von 80 mg/km bis zu 168 mg/km NOx ausstoßen. ADAC Vizepräsident für Technik Thomas Burkhardt: „Unsere Messergebnisse zeigen, dass die Dieseltechnologie eine Zukunft haben kann. Sollte die EU-Kommission den Übereinstimmungsfaktor überarbeiten, dann müssen sich die Verbraucher darauf verlassen können, dass bereits gekaufte oder im Handel angebotene Euro-6d-(Temp)-Fahrzeuge Vertrauensschutz genießen.“


Stressfrei und entspannt ankommen

Tipps eines Verkehrspsychologen für eine aggressionsfreie Autofahrt

Hinter den Autolenkrädern in Deutschland wird geschimpft, was das Zeug hält. Schuld haben immer die anderen: der Vordermann, der nicht aus dem Quark kommt, oder die Verkehrsplaner, die nicht in der Lage sind, Ampelphasen so einzustellen, dass mehr als drei Autos durchkommen? Aber warum kann der ganz normale Autofahrerstress in Aggression münden – und was hilft dagegen?

„Die Gründe für ein aggressives Verhalten sind durchaus vielfältig, und jeder Mensch reagiert anders auf Reize aus seinem Umfeld“, erklärt Verkehrspsychologe Don DeVol vom Tüv Thüringen. Die Hemmschwellen für einen Wutausbruch seien daher individuell ganz unterschiedlich ausgeprägt. „Sie sind auf die Persönlichkeit – also das Temperament – und erlernte Verhaltensmuster zurückzuführen.“

Ob es aber zu Ausbrüchen aggressiven Verhaltens kommt, hängt von situativen Einflussfaktoren ab. Hierzu zählen Zeitdruck und Emotionen. Wer in Eile ist, der tritt das Gaspedal an einer gelben Ampel schon eher mal durch, übertritt die zulässige Höchstgeschwindigkeit oder neigt zu einem riskanten Überholmanöver, so der Verkehrspsychologe. Sein Tipp: nach Möglichkeit im Vorfeld einer Fahrt immer einen Zeitpuffer einbauen.

Unvorhersehbare Verkehrssituationen wie etwa Staus nach einem Verkehrsunfall müsse man lernen hinzunehmen. Man kann sie ohnehin nicht beeinflussen. Wenn es geht, sollten Autofahrer per Handy über die Freisprechanlage eine absehbare Verspätung ankündigen. Das nimmt die ganz große Anspannung raus.

Negative Emotionen bleiben besser vor der Autotür zurück. „Bei wütenden, seelisch angeschlagenen oder depressiven Autofahrern schlägt sich ihre negative Grundstimmung oftmals eins zu eins in ihrem Fahrstil nieder“, erklärt DeVol. „Verkehrsteilnehmer, die sich trotz eines solchen Zustands hinters Steuer setzen möchten, sollten versuchen, vor dem Einsteigen den Auslöser mental abzuhaken und sich runterzufahren.“ Entspannte Musik mit ruhigen Rhythmen könne hierbei helfen. Ebenso förderlich: die Gedanken auf etwas Positives zu lenken oder eine schöne Erinnerung wachzurufen, um negative Emotionen und innere Anspannung abzubauen.