Lokalnachricht ist wichtig – digital und gedruckt

130 Jahre in Wuppertal:Lokalnachricht ist wichtig – digital und gedruckt

Digitalisierung ist das Gebot der Stunde. Die Westdeutsche Zeitung hat sich darauf eingestellt. Aus dem 1887 gegründeten Zeitungsverlag ist ein hochmodernes Medienhaus geworden.

Von Lothar Leuschen

Alle Welt redet von Digitalisierung. Sie wird kommen. Das ist sicher. Sie ist sogar schon da. Das Internet, Mobiltelefone, Tablets. Social Media – Interaktion überall, zu jeder Zeit, rund um die Uhr. Die Digitalisierung hat begonnen. Die Welt steht am Anfang einer Revolution, die in ihren Auswirkungen vielleicht nur mit der Erfindung des Buchdruckes durch Johannes Gutenberg vergleichbar ist.

Die Gesellschaft steht vor großen Herausforderungen. Das gilt gleichermaßen für Industrie und Wirtschaft, mithin auch für den klassischen Zeitungsverlag. Aber die Köpfe hinter der Westdeutschen Zeitung glauben fest daran, diese Herausforderung bestehen zu können. Die ersten Schritte sind längst getan. Aus dem Zeitungsverlag ist bereits ein vielseitiges Medienhaus geworden.

Denn heute müssen alle relevanten Informationen zur Wissensrecherche und Meinungsbildung rund um die Uhr und überall auf der Welt verfügbar sein. Werbung soll möglichst multimedial und treffsicher den potenziellen Interessenten erreichen. Individualisierung statt Standardisierung – das ist das Motto der Zukunft.

Die Digitalisierung verändert auch die Publizistik. Also müssen sich die Zeitungsverlage ändern. Die WZ hat das in den vergangenen Jahren in einem anstrengenden, teils schmerzhaften Prozess mit bemerkenswerten Ergebnissen getan.

Die Nachrichtenredaktion beispielsweise kooperiert unter der Führung des neuen Chefredakteurs Ulli Tückmantel nun mit dem Aachener Zeitungsverlag. Dadurch ist für die Westdeutsche Zeitung, das Solinger Tageblatt und den Remscheider General-Anzeiger das größte journalistische Landesbüro Nordrhein-Westfalens entstanden. Die Redakteurinnen und Redakteure liefern fast rund um die Uhr Beiträge.

Die Redaktion konzentriert sich dabei auf wertige Inhalte, auf exklusive Nachrichten, lesenswerte Erklärstücke, inspirierende Reportagen und hochkarätige Interviews mit relevanten Gesprächspartnern aus Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft und Sport. Von all dem hat Nordrhein-Westfalen schließlich genügend zu bieten.

Zeitung ist auch Haltung. Sie sortiert, ordnet ein, bewertet, kommentiert. Vor allem aber informiert sie ihre Leserinnen und Leser. Als gedrucktes Medium, als digitale Zeitung, als permanent aktualisiertes Web-Angebot, als mobiler Begleiter der aktuellen Entwicklungen, mit Push-Nachrichten und mit Informationen in den sozialen Netzwerken führt die WZ ihre Leser heute durch den Tag. Die Digitalisierung ermöglicht dem Zeitungsjournalismus dabei endlich, vom Sendemodus in den Interaktionsmodus zu springen.

Regional nimmt die WZ ihre Kernmärkte Wuppertal, Krefeld. und Düsseldorf in den Blick. Sie hat für alle Standorte eigene publizistische Konzepte entwickelt in dem Wissen, dass der Düsseldorfer eben nicht ist wie der Krefelder und der Krefelder sich vom Wuppertaler in Denken und Handeln unterscheidet.

Zurück zum Leser, lautet das Motto, hinhören, aufschreiben, erklären, einordnen, wiedergeben. Der Lokaljournalismus ist die Seele des Regionalverlages. Die Westdeutsche Zeitung hat das erkannt und stellt sich darauf ein. Dass Verlag und Redaktion nach Elberfeld an die Ohligsmühle, mitten ins neue Zentrum Wuppertals, ziehen, ist dafür ein sichtbarer Beweis. Von hier aus begleiten die Redakteurinnen und Redakteure der WZ das Geschehen zwischen Beyenburg und Vohwinkel, zwischen Südhöhen und Nordhöhen.

Die Frage, wohin das eigene Kind am besten zur Schule gehen und wie es ungefährdet dorthin kommen kann, wird immer schon von den Lokalzeitungen beantwortet. Dafür sind sie da. Ebenso wie für die Frage, ob und wo ein neues Schwimmbad gebaut oder ein altes geschlossen wird. Ob an der nächsten Ecke eine Ampel, ein Zebrastreifen oder gar nichts dem Fußgänger sicher über die Straße hilft? Es steht in der Zeitung. Digital und gedruckt.


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Und die Meinungen der Journalisten sowie die Zuschriften der Leser zu relevanten Themen des Tages stehen dort auch. Sie üben damit Einfluss aus auf das, was im Rathaus und im Stadtrat entschieden wird. Auch deshalb sind lokale Medien wichtig. Sie sind unverzichtbar. Erst recht im digitalen Zeitalter, in dem wahre Informationsfluten vom Wesentlichen ablenken können, in dem nicht mehr von jedem zwischen Fakten und Gerüchten unterschieden wird, in dem Falschnachrichten in Millisekunden weltweit Karriere machen können und sich dabei anschmeicheln, bis sie mit Nachrichten verwechselt werden.

Auf der weltweiten Datenautobahn ist seriöser Journalismus die Leitplanke auf dem Weg zu einer fundierten Meinungsbildung. Auch aus diesem Grund bietet das Medienhaus Westdeutsche Zeitung seine nach allen Regeln der Handwerkskunst recherchierten, verfassten und aufbereiteten Nachrichten schon seit einigen Jahren digital an. www.wz.de ist mittlerweile eines der am meisten genutzten Nachrichtenportale zwischen Bergischem Land und Niederrhein. Auf Facebook ist die Wuppertaler Redaktion der WZ vor wenigen Monaten mit Live-Nachrichten auf Sendung gegangen. Die knapp 60-sekündige Vorschau auf die Themen des nächsten Tages erreicht über den Social-Media-Kanal mittlerweile bis zu 15 000 Zuschauer. Und als E-Paper haben die Leser ihre WZ überall dabei – auch unterwegs, im Urlaub oder auf Geschäftsreise.

All das zeigt: Die lokale, regionale Nachricht hat einen Wert, sie ist wichtig, sie wird gelesen, abgerufen, gegoogelt, gepostet, geteilt. Die Westdeutsche Zeitung ist immer mittendrin, gedruckt auf Papier und, in verschiedenen Varianten, digital.