12.07.2018

WZ Forum - Vorgesorgt

Dr. Andreas Eurich von der Barmenia Versicherungsgruppe: Große Herausforderung

Barmenia Versicherungsgruppe

Das Gebäude der Barmenia Versicherungen war Schauplatz auch des zweiten WZ-Forums, diesmal zum Thema Vorsorge.
Das Gebäude der Barmenia Versicherungen war Schauplatz auch des zweiten WZ-Forums, diesmal zum Thema Vorsorge.
WZ-Verlagsleiter Jochen Eichelmann – Veranstalter des WZ-Forums Vorgesorgt
WZ-Verlagsleiter Jochen Eichelmann – Veranstalter des WZ-Forums Vorgesorgt
Dr. Andreas Eurich, Vorstandsvorsitzender der Barmenia – Gastgeber des WZ-Forums Fotos (3): Alois Müller
Dr. Andreas Eurich, Vorstandsvorsitzender der Barmenia – Gastgeber des WZ-Forums Fotos (3): Alois Müller
Die Teilnehmer des WZ-Forums Vorgesorgt haben am Tagungsort ihrer Diskussionen einen guten Überblick über Wuppertal – nicht nur thematisch: Eingeladen hatte die Barmenia Versicherungsgruppe; aus den Tagungsräumen überblickt man einen großen Teil der Stadt an der Wupper. Auch der Vorstandsvorsitzende der Barmenia Dr. Andreas Eurich weiß aus seiner alltäglichen Arbeit: „Vorsorge ist ein sehr aktuelles Thema.“ Und es habe auch viel mit Versicherungen zu tun, sagt er bei der Begrüßung der Forumsteilnehmer.

In der öffentlichen Diskussion werden derzeit Forderungen nach mehr Pflegekräften laut. „Das ist eine große Herausforderung“, stellt Eurich fest. Diese müsse man bewältigen. „Die andere Seite der Medaille sind Beitragssteigerungen bei der Pflegeversicherung.“ Gleichzeitig wird immer mehr Menschen bewusst, dass sie selbst für die Zukunft mehr Vorsorge leisten müssen. Doch die Anstrengungen stagnieren, wie der Versicherungsexperte feststellt. Er verweist auf die aktuell rund 16 Millionen Riesterverträge, deren Zahl seit Jahren konstant bleibe, obwohl die Bevölkerung sensibilisiert sei.

Dafür gibt es nach Einschätzung von Eurich mehrere Ursachen: Zum einen beschäftigen sich die Menschen nicht gerne mit dem Thema, „man schiebt das gerne vor sich hin“. Und durch die niedrigen Zinsen fragen viele auch nach der Rentabilität. „Das sind also spannende Fragen, mit denen wir uns heute hier befassen“, so Eurich zu Beginn der Diskussion. jgr


Umfrage

Altersvorsorge wird von vielen nicht ernst genommen

Rechtzeitig für den Ruhestand vorsorgen – viele Deutsche haben hier Nachholbedarf. Foto: Thinkstock
Rechtzeitig für den Ruhestand vorsorgen – viele Deutsche haben hier Nachholbedarf. Foto: Thinkstock
Die Diskussion rund um private Altersvorsorge und gesetzliche Rente ist aktueller denn je. Auch in der Runde des WZ-Forums Vorgesorgt wurde deutlich, dass die gesetzliche Rente für viele im Alter nicht ausreichen wird, um den gewohnten Lebensstandard zu halten. Eine aktuelle repräsentative Umfrage, durchgeführt von Kantar TNS im Auftrag der Deutschen Vermögensberatung AG (DVAG), unterstreicht die Einschätzung der Wuppertaler Expertenrunde, dass das Thema Altersvorsorge von vielen nach wie vor nicht ernst genommen wird.

In der aktuellen Umfrage der DVAG schätzten 2010 Befragte ein, welche Rolle für sie Themen rund um Geld- und Finanzangelegenheiten spielen. Während beim Sparziel „Sicherheit“ große Harmonie herrscht und dieses über alle Altersstufen hinweg als essenziell eingestuft wird, wird das Thema Altersvorsorge eher skeptisch betrachtet. Immerhin 33 Prozent aller Befragten glauben, die Bedeutung werde eher zu hoch angesetzt. Diese Ansicht wird quer durch alle Altersstufen geteilt. Nur die Gruppe der jungen Menschen fällt hier aus dem Rahmen: Lediglich 22 Prozent vertreten die Ansicht, dass das Thema Altersvorsorge überschätzt wird.

Gerade in der Altersgruppe 50 plus wird es interessant, wenn sie ihre bisherigen Finanzentscheidungen überdenken soll. Knapp die Hälfte der befragten 50- bis 59-Jährigen würde ihre Finanzentscheidungen überdenken und ändern. Häufigste gewünschte Anpassung wäre die Korrektur von vergangenen Fehlentscheidungen (32 Prozent). 21 Prozent würden rückblickend früher mit der Bildung von Rücklagen anfangen, nur zehn Prozent würden höhere Summen sparen. Betrachtet man dagegen die Gruppe der über 60-Jährigen, wird der Anteil der Unzufriedenen schon kleiner: Hier würden 55 Prozent der Befragten alles genauso machen wie zuvor.

Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen, wie individuell das Thema Geld, Absicherung und Vorsorge betrachtet wird. Die Zahlen machen deutlich, dass Standardlösungen häufig nicht optimal sind und eine qualitativ hochwertige Beratung helfen kann, die richtigen Finanzentscheidungen zu treffen. Eine individuelle und der Lebenssituation entsprechende Finanzplanung ist daher unverzichtbar.


Jobcenter Wuppertal - Unternehmensservice
Anzeige

Die WZ in Sozialen Netzwerken

KONTAKT WESTDEUTSCHE ZEITUNG

  • Kontakt WZ
      Sie haben Fragen, Wünsche oder Anmerkungen an unsere Mitarbeiter? Dann melden Sie sich bei uns - wir freuen uns auf Ihr Feedback:

      Alle Ansprechpartner!

Die Westdeutsche Zeitung in Sozialen Netzwerken:


© Westdeutsche Zeitung GmbH & Co. KG
Datenschutz